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Smith's Grünaugengecko Gekko smithii

(GRAY, 1842)

 

G. smithii

Kurzbeschreibung

Der größte südostasiatische Gecko ist etwa vom südlichen Myanmar über das südliche Thailand und der Malayischen Halbinsel (Terra typica: Prince of Wales Island = Pulau Pinang), Singapore, Borneo, Sumatra, Pulau Nias, Java sowie auf etlichen kleineren vorgelagerten Inseln verbreitet (MANTHEY & GROSSMANN 1997). Es sind strikte Bewohner der Flachlandprimärregenwälder, wo sie gewöhnlich Bäume besiedeln. Sie sind aber auch an im Primärwald gelegenen Häusern anzutreffen. Es sind überwiegend nachtaktive, im Familienverband lebende Geckos, die sich tagsüber gewöhnlich in Baumhöhlen oder -löchern verstecken oder in die Dachböden von Häusern zurück ziehen. Die Männchen sind durch ihre markanten und lauten Rufe (ähnlich dem der Tokehs) weithin zu hören. Weibchen kleben mehrmals im Jahr Gelege mit 2 Eiern, welche sie bis zum Schlupf der Jungen bewachen. Nach dem Schlupf der Jungtiere fressen die Weibchen die Reste der Eischalen um ihren Kalkhaushalt zu regulieren. Die Elterntiere kümmern sich um die Jungtiere intensiv bis zu deren Geschlechtsreife (wie auch andere Gekko-Arten, z.B. Gekko gecko und G. vittatus). Männchen erreichen eine KRL von 191 mm und eine GL von 376 mm, Weibchen bleiben kleiner. Damit sind sie länger als der Tokeh, sie erreichen jedoch nicht deren Masse und Gewicht, sondern sind stets schlanker.
Die gesamte Oberseite ist mit kleinen Schuppen bedeckt, über den Rücken ziehen sich 10-12 regelmäßige Reihen von Tuberkeln. Die großen, sechseckigen Bauchschuppen liegen zwischen den seitlichen Hautfalten in 29-39 Reihen. Geschlechtsreife Männchen weisen eine winklige Reihe von 7-17 Präanalporen auf. Die Finger und Zehen der kräftig ausgebildeten Extremitäten sind stark verbreitert. Mit Ausnahme der inneren sind alle Finger und Zehen gattungstypisch mit Krallen versehen; die Lamellen sind gattungstypisch ungeteilt und ermöglichen den Geckos sicheren Halt beim Klettern. Die dorsale Grundfärbung reicht von gelblichgrün über olivgrün bis dunkelgraugrün mit jeweils dunklerer Fleckung. Zwischen dem Nacken und der Schwanzbasis verlaufen gewöhnlich 8 weißlich bis gelbliche Fleckenbänder. Auf dem Schädeldach befindet sich ein dunkles Y-Zeichen, die Mundschleimhaut ist rötlich. Auffallend sind die Augen, welche rund um die schlitzförmige Pupille smaragdgrün gefärbt sind. Die Extremitäten sind schmal, Orginalschwänze breit hell gebändert. Die Bauchseite ist weißlich, beige oder gelb, sowohl nahezu einfarbig als auch kräftig graugrün gefleckt. Jungtiere sind stark schwärzlicholiv gefärbt und weisen eine kräftige weiße Bänderung des Körpers, der Extremitäten und des Schwanzes auf (GROSSMANN 2006). Die aus Zentralthailand kommenden Siamesischen Grünaugengeckos (Gekko siamensis) sind durch ihre geringere Länge, das fehlende Y-Zeichen auf dem Kopf und die dunkleren umbragrünen Augen leicht von G. smithii zu unterscheiden (GROSSMANN & ULBER, 1990).

 

G. smithii 

 G. smithii sollten paarweise ist einem Terrarium von mindestens 60 x 60 x 90 cm (B x T x H) gepflegt werden. Die Terrariumseiten sollten mit Kork verkleidet sein. Zusätzlich sind breite Korkäste oder besser noch Korkröhren einzubringen, in denen sich die Tiere tagsüber verstecken. Eine Wasserschale sollte vorhanden sein, obwohl G. smithii diesen gewöhnlich nicht zum Trinken aufsuchen. Als Bodengrund kann Blumenerde oder ein Torf/Erdegemisch dienen. Alle zwei bis drei Tage sollte das Terrarium mit Wasser besprüht werden, etwa 1 mal in der Woche sollte das Sprühwasser mit einem Vitamingemisch (z.B. Multimulsin) angereichert werden. Zur Beleuchtung des Terrariums reichen Leuchtstffröhren aus, da sich die Geckos selten am Tage sonnen. Tagestemperaturen zwischen 25 und 29° C am Tage mit einer leichten Nachtabsenkung. Eine winterliche Verringerung der Beleuchtungsdauer, dadurch leichte Absenkung der Temperaturen, ist ratsam. Gekko smithii fressen jegliche Arten von Insekten und Gliederfüßer in passender Größe. 

Das angebotene Futter sollte regelmäßig mit einem Vitakalkgemisch bestäubt werden. Weibchen kleben 4-5 Doppelgelege im Jahr mit rundlichen Eiern (21 x 22-23 mm). Bei den oben angegebenen Temperaturen mit nächtlicher Absenkung dauert es 96 bis 157 Tage bis zum Schlupf (KRL 50-60 mm, SL 48-59 mm, GL 98-119 mm) auf.

Sie sind unbedingt im Terrarium der Alttiere zu belassen, da diese sich intensiv um ihre Jungen kümmern. Bei Gefahr flüchten die Jungtiere unter die Bauchseite von einem der Elternteile. Beim Erreichen der Geschlechtsreife werden die Jungen vom Männchen vertrieben und müssen dann umgehend aus dem Terrarium entfernt werden.

 

 

Literatur

GROSSMANN, W. & T. ULBER (1990): Ein neuer Gecko aus Zentral-Thailand: Gekko siamensis sp. nov. (Reptilia: SAURIA: Gekkonidae) -- SAURIA, Berlin, 12 (3): 9-18.


GROSSMANN, W. (2006): Grünaugengeckos Gekko smithii & Gekko siamensis. -- Münster, Art für Art, Terrarienbibliothek (Natur und Tier-Verlag GmbH), 64 S.


MANTHEY, U. & W. GROSSMANN (1997): Amphibien & Reptilien Südostasiens. -- Münster (Natur- & Tier Verlag), 512 S

 

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WOLFGANG GROSSMANN

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